Jahr 1917
| Sophie Fischer, 2. 1. 1917 |
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Sophie Fischer antwortet auf Anton's Karte. Sie vermißt ihn. |
| Veronika Mühlbauer, 11. 1. 1917 |
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Anton hat zuletzt vier Karten an Veronika geschrieben. Veronika findet erst jetzt Zeit, Anton zu antworten. Es schneit ohne Unterlaß. Bruder Otto muß zum Begräbnis des Roschberger Sepp gehen. Zwei Bekannte bekamen wieder Heimaturlaub. |
| Veronika Mühlbauer, 14. 1. 1917 |
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Bruder Egid hat schon eine Weile nicht mehr geschrieben. Anton's Socken haben Löcher. Veronika schickt Anton Socken und bietet ihre Hilfe beim Ausbessern an. Veronika schrieb einen Brief an Leibl Sepp. |
| Therese Pellkofer, 18. 1. 1917 |
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Die Base Theres Pellkofer schreibt an Anton Mühlbauer. Sie ist überrascht, dass Anton so schnell an die Front kommt. Auch Berta sendet Grüße. |
| Josef Pellkofer, 21. 1. 1917 |
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Josef Pellkofer schreibt seinem Vettern Anton Mühlbauer. Josef hofft, dass der Schwindel bald aufhört. |
| Josef Stauner, 22. 1. 1917 |
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Josef Stauner beantwortet Anton's Brief aus Rimbach (der Poststempel lautet auf Grafenwiesen). Anton wurde überraschend schnell nach Frankreich verlegt, ohne vorher einen Heimaturlaub zu erhalten. Josef möchte beim nächsten Heimaturlaub von Anton bei einer Maß Bier das freudige Wiedersehen feiern. Resl und Otto besorgen in Furth im Wald Karbid für die Lampenbeleuchtung. |
| Sophie Fischer, 7. 2. 1917 |
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Sophie Fischer hofft auf Heimaturlaub von Anton. Anton war schon lange genug fort. |
| Michl Fischer, 16. 2. 1917 |
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Der Infanterist Michl Fischer schreibt an seinen Vettern Anton Mühlbauer. |
| Veronika Mühlbauer, 18. 2. 1917 |
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Der Zettischmüller muß einrücken. Beim Spofellner kam das Kind Viktori zur Welt. |
| Kreszenz Magerl, 19. 2. 1917 |
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Kreszenz Magerl schreibt ihrem Vettern Anton Mühlbauer. Kreszenz ist zur Zeit zu Hause. Sie muss aber bald wieder zurück nach Uffenheim in Franken. Wenn Anton ihr Schreiben möchte, soll er an ihre Adresse in Franken schreiben. |
| Klement N, 20. 2. 1917 |
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Klement N. vom Lederhof schreibt an seinen Bekannten Anton Mühlbauer. An Frieden ist noch nicht zu denken - sonst müssten nicht der Zettischmüller, der Fischer Michl aus Niesassen, der Wirt aus Kalkofen und der Steinmetz einrücken. Dem Sponfeldner wurde eine Tochter Viktoria geboren. |
| Therese Pellkofer, 3. 3. 1917 |
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Theres Pellkofer sendet ihrem Vettern Anton Mühlbauer Grüße nach Frankreich. Theres wohnt nicht mehr in Loderhof, sondern in Mertingen bei ihrer Schwester Babett Friedl. |
| Anna Pellkofer, 7. 3. 1917 |
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Die Base Anna Pellkofer schreibt Anton Mühlbauer aus Loderhof ins Feld. Anna's Vater verbrachte fast zwei Wochen mit einem offenen Fuß im Bett. Auch Ludwig liegt schon den zweiten Tag im Bett. Die Base Berta sendet ebenfalls Grüße. Anna fragt nach Anton's Bruder Egid; seit Egid im Feld ist, läßt er nichts mehr von sich hören. |
| Therese Pellkofer, 9. 3. 1917 |
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Theres Pellkofer ist gut bei ihrer Schwester Babett Friedl in Mertingen angekommen und hat sich schon etwas eingewöhnt. |
| Michl Fischer, 9. 3. 1917 |
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Michl Fischer schreibt seinem Vetter Anton Mühlbauer von der Front. An der Front kracht es viel. Michl wäre herzlich froh, wenn der Krieg endlich zu Ende ginge. |
| Anna Pellkofer, 10. 3. 1917 |
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Base Anna Pellkofer schreibt Anton Mühlbauer aus Loderhof ins Feld. Von Josef und Johann kam ein Brief an. Es liegt Schnee, aber alle sind gesund. |
| Egid Mühlbauer, 15. 3. 1917 |
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Egid schreibt vom Militär an seinen Bruder Anton nach Hause. Anton hat nach kurzer Zeit beim Militär bereits Heimaturlaub erhalten. |
| Babett Pellkofer, 22. 3. 1917 |
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Babett Pellkofer schreibt Ihrem Vetter Anton Mühlbauer aus Mertingen. Sie hat seine Karten erhalten. |
| Kreszenz Magerl, 25. 3. 1917 |
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Die Base Kreszenz Magerl schreibt aus Uffenheim an Anton Mühlbauer. Sie ist umgeben von einer ausgeprägten Winterlandschaft. Anton hat seine letzte Karte an Kreszenz von zu Hause aus geschrieben. |
| Therese Pellkofer, 26. 3. 1917 |
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Theres Pellkofer wohnt weiterhin bei ihrer Schwester Babett Friedl in Mertingen bei Donauwörth. Theres schreibt ihrem Vettern Anton Mühlbauer. Sie hat Anton's Karte aus dessen Heimat erhalten. Es liegt Schuh-hoher Schnee. |
| Anna Pellkofer, 20. 4. 1917 |
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Anna Pellkofer schreibt aus Loderhof an Ihren Vetter Anton Mühlbauer und seine Familie. Bruder Heinrich hatte zwei Wochen Heimaturlaub. Die Gesuche auf Heimaturlaub für den Bruder Josef haben bislang noch nichts gefruchtet. Die winterlichen Verhältnisse lassen noch keinen landwirtschaftlichen Anbau zu. |
| Josef Pellkofer, 27. 4. 1917 |
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Josef Pellkofer schreibt seinem Vetter Anton Mühlbauer. Josef befindet sich nur etwa eine halbe Stunde von Anton entfernt. Sie könnten sich vielleicht einmal treffen. |
| Veronika Mühlbauer, 28. 4. 1917 |
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Der Hafer wurde angebaut. Das Geräucherte ist ziemlich gut; Anton soll es probieren. Dem Vater geht es sehr schlecht. Der Vater möchte in 14 Tagen wieder auf den Beinen sein. Aber in 14 Tagen werden die Geschwister keinen Vater mehr haben - es gibt keine Hoffnung mehr. Er hat immer wieder starke Hustenanfälle. Am Vortag hat ihn Veronika zum Aufstehen angekleidet angetroffen. Sie mußte ihn wieder entkleiden und ihm ins Bett helfen. |
| Otto Mühlbauer, 29. 4. 1917 |
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Otto Mühlbauer schreibt seinem Bruder Anton von zu Hause an dessen Feldpostadresse. Otto ist mit landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt. Ihr Vater ist noch sehr schwach. Das Kind der Balsen Resl ist gestorben. |
| Anna Pellkofer, 11. 5. 1917 |
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Anna Pellkofer schreibt ihrem Vetter Anton Mühlbauer aus Loderhof. Sie nahm an der Beerdigung von Anton's Vater teil. Die Zeremonie war sehr traurig, denn die drei vom Militär eingezogenen Söhne durften nicht an der Beerdigung teilnehmen. Kurze Zeit nach dem Tod der Mutter wurde Anton auch der Vater genommen. Antons jüngster Bruder Otto ist so geschickt, dass er am elterlichen Anwesen die anfallenden landwirtschaftlichen Arbeiten bewältigen kann. Anna beschäftigt sich derzeit als Maurer. |