Geschwister

Geschwister, 9. 3. 1918 Geschwister, 9. März 1918

Eines der Geschwister schreibt aus der Heimat an Anton Mühlbauer.

Agnes Mühlbauer, 31. 7. 1917 Schwester Agnes, 31. Juli 1917, Vorderseite

Die 15-jährige Agnes schreibt ihrem Bruder Anton von zu Hause eine Feldpostkarte. Sie berichtet von der aktuellen Lage in der Landwirtschaft.

Egid Mühlbauer, 25. 8. 1916 Bruder Egid, 25. August 1916, Vorderseite

Egid schreibt an Franziska Aschinger aus Zenching. Egid ist vor vier Tagen bei seiner Kompanie in Ingolstadt angekommen. Das Exerzierhaus gleicht einer Scheune. Am übernächsten Sonntag kommt Egid auf Sonntagsurlaub nach Hause. Danach wird es bald an die Front gehen.

Egid Mühlbauer, 15. 3. 1917 Bruder Egid, 15. März 1917, Vorderseite

Egid schreibt vom Militär an seinen Bruder Anton nach Hause. Anton hat nach kurzer Zeit beim Militär bereits Heimaturlaub erhalten.

Egid Mühlbauer mit Kameraden, 10. 7. 1917 Bruder Egid, 10. Juli 1917

Photo von Egid mit Gruß aus den Ardennen.

Egid Mühlbauer, 10. 7. 1917 Egid, 10. Juli 1917

Photo von Egid mit Gruß aus den Ardennen.

Egid Mühlbauer, 4. 6. 1918 Bruder Egid, 4. Juni 1918

Egid schreibt seinem Bruder Anton über notwendige und anstehende Handwerkerarbeiten. Auch diesmal können sie sich wieder nicht sehen.

Egid Mühlbauer, 1920 Bruder Egid, 1920

Nach Entlassung aus französischer Kriegsgefangenenschaft verbringt Egid eine Weile im Lazarett. Das Foto dürfte aus dem Jahr 1920 stammen; Egid liegt im Bett.

Egid Mühlbauer, circa 1920 Egid Mühlbauer, circa 1920

Eine Portrait-Fotografie von Egid, dem Bruder von Anton Mühlbauer aus circa dem Jahr 1920, aufgenommen in einem Atelier in Lager-Lechfeld.

Otto Mühlbauer, 29. 4. 1917 Otto Mühlbauer, 29. April 1917

Otto Mühlbauer schreibt seinem Bruder Anton von zu Hause an dessen Feldpostadresse. Otto ist mit landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt. Ihr Vater ist noch sehr schwach. Das Kind der Balsen Resl ist gestorben.

Otto Mühlbauer, 3. 8. 1917 Otto Mühlbauer, 3. August 1917

Otto Mühlbauer schreibt seinem Bruder Anton von zu Hause. Er hat beide Karten von Anton erhalten. Bruder Egid hat Heimaturlaub. Egid's Feldpostadresse hat sich geändert. Otto berichtet von der Arbeit am Anwesen. Es hat endlich wieder geregnet.

Otto Mühlbauer, 7. 8. 1917 Otto Mühlbauer, 7. August 1917

Otto Mühlbauer schreibt seinem älteren Bruder Anton von zu Hause. Der Heimaturlaub von Bruder Egid endet in zwei Tagen. Otto weiss noch nicht, ob er beim Hopfenpflücken dabei sein kann. Am nächsten Tag soll gebacken werden. Für die kommenden Tage sind Reparaturen vorgesehen, damit die Mühle mit mehr Wasser arbeiten kann. In der Umgebung wird viel gestohlen. Gefasste Diebe werden schrecklich gefesselt. Bruder Egid hat sich in Cham seine Uhr wieder abgeholt. Frau Hunger hilft beim Rüben-Anbau.

Otto Mühlbauer, 1. 3. 1918 Bruder Otto, 1. März 1918

Bruder Otto nimmt in Runding am Begräbnis des alten Schlossers teil. Der Hunger Xaver ist auch dabei.

Otto Mühlbauer, 12. 11. 1918 Otto Mühlbauer, 12. November 1918

Otto Mühlbauer schreibt seinem Bruder Anton aus Straubing in das Lazarett in Alexisbad im Harz. Otto ist ziemlich genervt; bereits das dritte Mal sollte er einrücken. Er wird aber wieder heimgeschickt.

Sophie Mühlbauer, 28. 8. 1915 Schwester Sophie, 28. August 1915

Sophie befindet sich beim Hopfenzupfen in Sandelzhausen. Sie schreibt Ihren Geschwistern.

Sophie Mühlbauer, 30. 7. 1917 Sophie Mühlbauer, 30. Juli 1917

Die 15 Jahre alte Sophie schreibt ihrem Bruder Anton Mühlbauer. Anton hat zuletzt drei Karten geschrieben, Sophie hatte aber nicht genügend Zeit, ihm einen Brief zu schreiben. Die Geschwister helfen bei der landwirtschaftlichen Arbeit am elterlichen Anwesen zusammen; Anton braucht sich keine Sorgen zu machen. Es wachsen keine Pilze, weil es nicht regnet. Diesen Sommer gab es bilang noch keinen Bienenschwarm. Das Vieh im Stall ist gesund. Eine Ziege wurde verkauft. Es ist die Aufgabe der Schwester Agnes, die Pakete zur Post zu tragen.

Sophie Mühlbauer, 6. 8. 1917 Sophie Mühlbauer, 6. August 1917

Sophie Mühlbauer schreibt Ihrem Bruder Anton von zu Hause. Der geerntete Hafer besitzt keine gute Qualität. Der Weizen wurde ebenfalls schon geerntet. Die Rüben sind noch anzubauen. Der Heimaturlaub von Bruder Egid endet am Donnerstag. Egid ist sehr abgemagert. Schwester Veroni kommt an Sonntag von der Erntearbeit zurück. Schwester Agnes geht nach Arnschwang, um für Anton Pakete bei der Post aufzugeben.

Sophie Mühlbauer, 21. 10. 1917 Schwester Sophie, 21. Oktober 1917

Sophie schreibt ihrem Bruder Anton aus der Heimat. Sie besucht die Feiertagsschule. In Ramsried war an diesem Tag das Kirchweihfest. Die Mühle funktioniert wieder. Am Vortag versuchte Sophie vergeblich, in Kötzting Karbid zu kaufen. Es gibt auch keinen Papierzwirn mehr. Sophie hat am Vortag einen halben Zentner rotes Salz für das Vieh heimgebracht.

Sophie Mühlbauer, 7. 11. 1917 Sophie Mühlbauer, 7. November 1917

Sophie schreibt ihrem Bruder Anton Mühlbauer aus der Heimat. Sie hat seine Karte erhalten. Sie berichtet kurz von den landwirtschaftlichen Arbeiten. Der Mühl Alois aus Zenching ist an einer Verwundung gestorben. Der Schneider von Kalkofen wird an diesen Tagen beerdigt. Bruder Otto nimmt am Begräbnis teil. Bei der Gelegenheit muss er ein Paket in Arnschwang zur Post bringen. Der Zettischmüller Anton wird in einer Woche beerdigt.

Sophie Mühlbauer, 16. 12. 1917 Sophie Mühlbauer, 16. Dezember 1917

Sophie Mühlbauer sendet ihrem Bruder Anton Weihnachtsgrüsse von zu Hause. Schwester Veronika bearbeitet Strümpfe.Bruder Otto fertigt Holzschuhe an. Der Zenchinger Expositus kommt zum Habersammeln. Die Nachbarin Zettischmüller Resl kommt fast täglich vorbei. Der Pate Franz vom Schafhof wird beerdigt. Die Schwester Veronika hat ein Gesuch um Urlaubsverlängerung für Bruder Otto gestellt.